Merkblatt für junge Menschen aus Syrien auf Deutsch und Arabisch
Viele junge Geflüchtete aus Syrien, die ohne ihre Eltern nach Deutschland gekommen sind, machen sich Sorgen um ihren weiteren Aufenthalt. Seit dem politischen Umbruch in Syrien wird verstärkt darüber diskutiert, ob syrische Geflüchtete in ihr Herkunftsland zurückkehren können. Zwar gibt es bislang keine regelmäßigen Abschiebungen nach Syrien. Allerdings hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) die Überprüfung bestehender Schutzstatus deutlich ausgeweitet. Die Zahl der Widerrufsverfahren steigt, und auch Asylverfahren werden verstärkt entschieden. Widerrufsverfahren können auch junge Menschen betreffen, die bereits seit Jahren in Deutschland leben und einen Schutzstatus erhalten haben.
Ein Widerruf des Schutzstatus bedeutet nicht automatisch, dass auch das Aufenthaltsrecht in Deutschland verloren geht. Sowohl im Asylverfahren als auch bei der Überprüfung eines bestehenden Schutzstatus muss die persönliche Situation der Betroffenen berücksichtigt werden. Gerade bei jungen Geflüchteten, die ohne ihre Eltern in Deutschland leben, ist unter anderem entscheidend, ob sie bei einer Rückkehr nach Syrien menschenwürdig leben könnten oder ihnen schwere materielle Not und Verelendung drohen.
Damit junge Syrer, die ohne ihre Eltern nach Deutschland gekommen sind, ihre aufenthaltsrechtliche Situation besser verstehen können, haben wir ein zweisprachiges Merkblatt Sprache erstellt. Es erklärt in einfachen, was bei einer bestehenden Aufenthaltserlaubnis, einem laufenden Asylverfahren oder einem möglichen Widerruf wichtig ist und wo Betroffene Unterstützung finden können.
Das Merkblatt steht auf Deutsch und Arabisch zum Download zur Verfügung.
Bei Unsicherheit im Einzelfall macht es Sinn, sich an eine Beratungsstelle oder eine spezialisierte Anwaltskanzlei zu wenden.
Vormund:innen/Pat:innen über akinda wenden sich gerne direkt an uns, wenn Fragen bestehen. Wichtig ist es, mit den jungen Geflüchteten ins Gespräch zu kommen, zu gucken, ob sie Ängste und Sorgen haben und gegebenenfalls verdeutlichen, wie ihre tatsächliche Situation ist.