akinda schult, vermittelt und berät ehrenamtliche Vormund*innen für unbegleitete minderjährige Geflüchtete in Berlin.

Unbegleitete minderjährige Geflüchtete sind in besonderer Weise von Armut, Naturkatastrophen und Kriegen betroffen. Um ihnen das Ankommen zu erleichtern, hat sich vor über 20 Jahren akinda – Berliner Netzwerk Einzelvormundschaft gegründet und arbeitet unter dem Dach von XENION – Psychosoziale Hilfen für politisch Verfolgte e.V.

Es richtet sich an Menschen in Berlin, die eine ehrenamtliche Einzelvormundschaft für unbegleitete Minderjährige übernehmen möchten.

akinda sucht, qualifiziert und vermittelt die engagierten Ehrenamtlichen. Während der Vormundschaft begleitet, berät und unterstützt akinda die Vormund*innen und ihre Mündel und begleitet die jungen Volljährigen und ihre ehemaligen Vormund*innen im Rahmen von Patenschaften.

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf, wenn Sie Interesse an der Übernahme einer Vormundschaft für einen unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten haben! Wir beraten Sie gerne!

Unsere nächsten Infoabende:

Dienstag, 04. Juni 2019 ab 19 Uhr

Mittwoch, 24. Juli 2019 ab 19 Uhr

Die Infoabende finden in der Dudenstraße 78, 10965 Berlin (2. Hinterhof, bei XENION klingeln) statt und dauern in etwa 1,5 - 2 Stunden.

Anmeldung: akinda@xenion.org

 

 

Die Trennung von der Familie und Freund*innen und ihre häufig traumatischen Erlebnisse auf der Flucht sind für die jungen Menschen eine zusätzliche Belastung. Offen gezeigter Rassismus im Alltag und zunehmend restriktive Asylrechtsregelungen verstärken den Bedarf an persönlicher Unterstützung und Einbindung in neu zu schaffende Netzwerke.

Mit ihrer Ankunft in Deutschland durchlaufen unbegleitete Minderjährige zunächst ein Clearingverfahren, bei dem regelmäßig zunächst ein behördlicher Amtsvormund eingesetzt wird, damit die gesetzliche Vertretung sichergestellt ist.

Für die weitere persönliche Entwicklung ist es ist allerdings von entscheidender Bedeutung, ob der junge Mensch die Aufnahme in Deutschland als Signal des Willkommens und der Unterstützung erlebt. Hierfür sind Ehrenamtliche, die als Vormund*in die rechtliche Vertretung übernehmen und die jungen Menschen engagiert und empathisch begleiten, hervorragend geeignet.

Kinder und Jugendliche brauchen ein aufgeschlossenes und ihnen zugewandtes Umfeld, das auf ihre spezifischen physischen, psychischen und sozialen Bedürfnisse eingehen kann – und akinda schafft dafür einen Rahmen.

Ehrenamtliche Vormund*innen motivieren und bestärken ihre Mündel, nehmen engagiert Anteil an deren Lebenssituation und entwickeln gemeinsam mit den Jugendlichen Perspektiven. So können tragfähige, belastbare Vertrauensbeziehungen entstehen, die über die Volljährigkeit hinausreichen. 

Neben einer ehrenamtlichen Vormundschaft gibt es noch weitere Möglichkeiten, uns zu unterstützen:

 

 

Gesichter & Geschichten

Unbegleitete Minderjährige kommen aus so unterschiedlichen Ländern wie Syrien, Afghanistan, Guinea oder Bangladesch. Sie verlassen ihre Heimat aus einer Vielzahl von Gründen.

Ihre Geschichten lassen sich nicht über einen Kamm scheren.
Jede und jeder hat andere Dinge erlebt und gesehen, hat andere Sorgen und Gedanken und wurde auf andere Art und Weise von der Familie getrennt. 

Lesen Sie hier die Geschichten von Mündeln und Vormündern, die über akinda zueinander gefunden haben: